Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Höhe der exogenen Insulinzufuhr und dem Auftreten von mikro- und macrangiopathischen Folgeerkrankungen bei Typ-II-Diabetikern?
Bettina Inge Lehmann
Dr. med. Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Höhe der exogenen Insulinzufuhr und dem Auftreten von Mikro- und Makro-angiopathischen Folgeerkrankungen bei Typ II-Diabetikern? Geboren am 06.01.1963 in Braunschweig Reifeprüfung am 01.06.1988 in Braunschweig Studium des Fachbereichs Medizin von WS 1989/1990 bis SS 1996 Physik am 10.09.1991 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praktikumjahr im Kreiskrankenhaus Sinsheim Staatliche Prüfung am 15.05.1996 an der Universität Heidelberg Promotion: Innere Medizin Doktorat: Prof. Dr. med. P. Wahl Die Lebenserwartung und Lebensqualität der Diabetiker ist aufgrund der Folgebeschränkungen gegenüber den normalen Individuen eingeschränkt.
Nach-
Sie ist weise.
Prävalenz
Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Diabetikern
Die hohe Extremortalität der Diabetiker ist nicht allein durch die allgemein bekannten Risikofaktoren wie Fettleibigkeit, Rauchen, Hypertonie und Fettwechselstörungen zu erklären. Als auslösender Pathomechanismus wird immer wieder Insulinresistenz mit der kompensierenden endogenen Hyperinsulinämie diskutiert. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob nicht auch exogen induzierte Hyperinsulinämie durch die Anwendung von täglichen hohen Dosen hervorgerufen wird, die arteriosklerotische Prozesse verringern können.
Bei 96 Typ-II-Diabetikern wurden
Verzögerungen in
Abhängigkeit von der Höhe der täglichen
Insulindose untersucht.
Infektionen mit mikroangiopathischen Erkrankungen
Retinopathie, 51
Betroffene (= 53,1%) und
Neuropathie, die bei 39 Patienten (= 40,6%) vorhanden war,
in den betroffenen Diabetikern durchschnittlich niedriger
Inseldosen.
Nephropathie konnte einen höheren Durchschnitt für die 48 Patienten (= 50%) erzielen.
Nach dem
In der Auswertung der durchschnittlichen täglichen
Insulindose
(mittler)
Insulindose in
I.E./d der einzelnen Gruppen, in Klammern die mittleren
Dosis der jeweiligen Kontrollgruppe:
Retinopathie = 26,9 (28,2),
Neuropathie = 23,3
(30,8)
Nephropathie = 32,0 (28,0).
Bei den macrovaskulären Spätfolgen zeigten sich niedrigere Insulindosen bei den Betroffenen. 25 Probanden (= 31,3%) zeigten eine PAVK, 21 Probanden (= 29,6%) eine Carotisstenose. 53 Diabetiker (= 55,2%) waren von der Hypertonie betroffen. Bei 8 Probanden (= 8,3%) gab es einen Myocardinfarkt in der Anamnese. Die Durchschnittswerte der Insulindose in i.E./d (in Klammern Kontrollgruppe) unterschieden sich nicht signifikant: pAVK = 26,4 (30,9), Karotisstenose = 28,8 (33,8), Hypertonie = 30,1 (31,7), Myocardinfarkt = 24,4 (31,2).
Nur bei der Vergleichung von Patienten ohne und mit
Makrovaskuläre
Spätfolgen (31,2 versus 30,4 Einheiten) bzw. bei der Vergleiche der
und mit späten Folgen (30.9 versus 29.7 Einheiten) bei den Patienten
Patienten mit geringfügig höheren Durchschnittswerte
Insulindose, der Unterschied
Die hohe Prävalenz von Mikro- und Makro-Vaskulären Erkrankungen zeigt eine deutlich höhere Krankheitsrate bei Diabetikern als bei Nicht-Diabetikern. Bemerkenswert war die deutlich häufiger auftretende Mikro- und Makro-Vaskuläre Spätverletzungen bei der Koexistenz von Diabetes mellitus und Hypertonie.