Hemisphärische Verarbeitung von indirekt assoziierten Begriffen in einem lateralisierten Wortentscheidungstest
Oliver Koch
Dr. med. Hemisphärische Verarbeitung indirekt assoziierte Begriffe in einem lateralisierten Wortentscheidungstest Geboren am 24.03.1968 in Kiel Reifeprüfung am 20.05.1987 in Darmstadt Studiengang der Fachrichtung Medizin von WS 1988 bis SS 1995 Physik am 31.08.1990 an der Universität Heidelberg Klinische Studie an der Universität Heidelberg Praktikum Jahr in Karlsbad - Langensteinbach Staatsprüfung am 23.05.1995 an der Universität Heidelberg Promotionsfach: Psychiatrie Doktorat: Privatdoz.
Prime und Target waren entweder semantisch direkt (z.B. Sonne - Mond), indirekt (z.B. Zitron (sauer) süß) oder gar nicht (z.B. Blatt - Ring) assoziiert.
Um automatische und strategische Prozesse zu unterscheiden, wurden drei Probengruppen
Die Befragten waren 112 (38, 38, 36) psychiatrisch gesunde Rechtshäfte mit unterschiedlichem Alter und Bildungsniveau. Die Auswertung konzentrierte sich im Wesentlichen auf die Untersuchung von Priming-Effekten (Differenzen in Reaktionszeiten (ms und %) zwischen direkt oder indirekt assoziierten Wortpaaren und Wortpaaren ohne Assoziationsgrad).
Wie erwartet zeigte sich in der linken Hemisphäre ein Trend zur schnelleren und korrekteren
Bei den direkt assoziierten Wortpaaren gab es jedoch keine hemisphärischen Unterschiede. Bei den indirekt assoziierten Wortpaaren gab es für die SOA 67 ms (automatische Aktivierungen) in beiden Hemisphären keine Priming; bei SOA 750 ms (strategische Verarbeitung) hingegen eine jeweils vergleichbare Bahn. Bei SOA 250 ms (Übergangsbereich automatische Aktivierung - strategische Verarbeitung) gab es nur statistisch signifikante Unterschiede. Bei den indirekt assoziierten Wortpaaren zeigte sich für die SOA 67 ms (automatische Aktivierungen) keine eindeutige Bahn, die rechte Hemisphäre dagegen keine deutliche Bahn.