scieee Science in your language
[de] (orig) [fr] [it] [es]

Lumineszenz-Immunoassay zur Erkennung von Hämoglobin und Albumin im Stuhl als Screening-Methode für kolorektale Neoplasien

Anke Hertel

Dr. med. Lumineszenz-Immunoassay zur Erkennung von Hämoglobin und Albumin im Stuhl als Screening-Methode auf kolorektale Neoplasien Geboren am 25.02.1972 in Tübingen Reifeprüfung am 05.06.1991 in Viernheim Studiengang der Fachrichtung Medizin von WS 1991/92 bis WS 1998/99 Physik am 18.08.1993 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praktischjahr in Mannheim Staatsuntersuchungen am 25.11.1998 an der Universität Heidelberg Promotion: Gastroenterologie Doktorat: Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Sieg Eine rechtzeitige Entdeckung von kolorektalen Karzinomen durch systematisches Screening der Bevölkerung ist hierbei nur eine wichtige Rolle.

Das Ziel dieser Arbeit ist die Evaluation und Überprüfung eines Lumineszenz-Immunoassays.

(LIA) für den Nachweis der beiden Blutproteine Hämoglobin und Albumin in der Stuhl von Endoskopierten

Patienten: In einer prospektiven Studie wurden von den 510 Patienten mit symptomatischen oder vermutlichen Erkrankungen in Bezug auf ihren GI-Traktat jeweils zwei Proben aus einem Stuhl analysiert, die Richtigkeit der Tests wurde unabhängig von einer koloskopischen Untersuchung überprüft.

Der Test funktioniert als festphasige Immunoassay mit Antikörperbeschichtungen.

Polystyrol-Beads. Acridiniumester wurde gewählt, um Hämoglobin und Albumin zu markieren. Mit unserem Testverfahren konnten 95% der Krebserkrankungen und 56% der großen Polypen nachgewiesen werden.

Ein wichtiges Ziel dieser Arbeit war die Ermittlung des optimalen Grenzwerts für Hämoglobin. Es wurde herausgefunden, dass ein Wert von 11μg Hb/g Stuhl der beste Kompromisse zwischen Sensibilität und Spezifität darstellt. Außerdem wurden die beiden Nachweisparameter Hämoglobin und Albumin hinsichtlich ihrer Sensibilität und Spezifität verglichen. Wenn man den zusätzlichen Albuminparameter verzichtet, sinkt die Sensitivität des Tests bei Patienten mit kolorektalen Krebs oder großen ADEs von 78,5% auf 72%; diese Verringerung betrifft jedoch ausschließlich die großen ADEs.

Angesichts der hohen Sensibilität unseres Tests auf Krebserkrankungen und große adenomatöse Polypen

und die extrem geringe Anzahl falsch-positiver Testergebnisse, kann unsere Testmethode ohne

Die LIA ist zwar sehr wichtig, wenn es um Vorbeugungsuntersuchungen geht, obwohl die Kosten und Anstrengungen höher sind als bei den bisherigen chemischen Okkult-Blut-Tests auf Guajak-Basis, da sie viel besser wirksam sind, sollte sie jedoch im Laufe der Zeit ersetzt werden.