Semantische und phonologische Aktivierungseffekte in der linken und rechten Hirnhälfte schizophrener Patienten
Ulrike Himmelsbach
Dr. med. Semantische und phonologische Aktivierungseffekte in der linken und rechten Hirnhemisphäre von Patienten mit Schizophrenie geboren am 18.10.1967 in Heidelberg Reifeprüfung am 6.6.1986 in Heidelberg Studiengang der Medizinischen Fakultät von WS 1987 / 88 bis SS 1995 Physik am 28.8.1989 an der Heidelberg Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg und Montpellier Praxisjahr in Ludwigsburg und Amiens Staatsprüfungen am 8.05.1995 an der Universität Heidelberg Promotion: Psychiatrie In der vorliegenden Arbeit wurde die Methode des Wortes visuelle, lateralisierte Entscheidungsfindungsprüfung von Patienten mit Schizophrenie verwendet.
Besonders interessant waren die unterschiedlichen
Die Auswirkungen von Aktivationswirkungen in beiden Hemisphären und der Einfluss von formalen Denkstörungen auf die
Ergebnisse: 40 schizophrene, rechtshändige, männliche Patienten arbeiteten an der Aufgabe.
Nach dem Ausdruck der formalen Denkstörungen wurden sie in zwei Gruppen aufgeteilt.
Bei der Wortentscheidung wurde das Prime-Wort zentriert, das Zielwort immer lateralisiert (d. h. in einem Gesichtsfeld) dargestellt, so dass die Stimuli primär nur in eine Hirnhälfte gelangen sollten. Prime und Target konnten zwei semantisch assoziierte, zwei klangsähnlich ähnliche Wörter, zwei nicht verwandte Wörter oder ein Wort und ein Nicht-Wort bzw. ein Nicht-Wort sein. Die Untersuchung der Priming-Effekte unter diesen bestimmten Bedingungen sollte Informationen über die Ausbreitung der Aktivierung im semantischen oder phonologischen Netzwerk bringen.
Die Patienten reagierten deutlich langsamer als die
Dies ist bekannt aus früheren Arbeiten und ist auf ein allgemeines Aufmerksamkeitsmangel zurückzuführen. Auch die bekannte Stärkung der semantischen Aktivierungseffekte bei Schizophrenen, insbesondere bei Patienten mit formalen Denkstörungen, konnte bestätigt werden. Diese Stärkung tritt vor allem in der linken Hemisphäre auf. Bei den phonologischen Primingseffekten zeigten die schizophrenen Patienten in der linken Hemisphäre eine Umkehr des normalen Gehörsverhaltens. Bei gesunden Patienten verursachten ähnliche Wörter in der linken Hemisphäre eine Hemmung, schizophrenen hingegen zeigten eine Tendenz zur Hemmung.