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Udo Heil
Dr. med. dent.
Diagnostische Möglichkeiten und Grenzen transversaler Schichtaufnahmen der Kiefer
mit Hilfe der Panoramaschichtröntgenanlage Orthophos
Geboren am 29.06.1971 in Karlsruhe
Reifeprüfung am 08.05.1990 in Rheinstetten
Studiengang der Fachrichtung Zahnmedizin vom WS 1991 bis SS 1997
Physikum am 05.10.1994 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Klinisches Studium in Heidelberg
Staatsexamen am 01.08.1997 an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Promotionsfach: Mund-Zahn-Kieferheilkunde
Doktorvater:Prof. Dr. Dr. Joachim Mühling
Ziel der vorliegenden Studie, war es herauszufinden, ob transversale Schichtaufnahmen (TSA)
der Kiefer, hergestellt mit Hilfe der Panoramaschichtröntgenanlage Orthophos, das diagno-
stische Spektrum in der zahnärztlichen Röntgendiagnostik erweitern können und in welchen
Indikationsbereichen der Einsatz solcher Aufnahmen sinnvoll ist. Dabei wurden röntgenologi-
sche Befunde untersucht, die in einer Panoramaschichtaufnahme (PSA) eine enge topographi-
sche Beziehung zum Mandibularkanal oder zur Kieferhöhle aufzeigten. Im Vorlauf der klini-
schen Erprobung der neuen Aufnahmeprogramme, wurde anhand eines mazerierten Röntgen-
phantomschädels die Einstellung bzw. Positionierung des Patienten in das Gerät simuliert, um
die vom Hersteller entwickelte Positionierungshilfe auf deren Tauglichkeit zu überprüfen. Da
die Kenntnis des Auflösungsvermögens, als auch die der Schichtdicken zur Beurteilung von
Schichtaufnahmen von großer Bedeutung ist, wurde zusätzlich sowohl das Auflösungsvermö-
gen, als auch das Ausmaß der einzelnen Schichtdicken der untersuchten Programme unter
Zuhilfenahme eines sogenannten Bleistrichrasters experimentell ermittelt. Nach dem Nach-
weis der Tauglichkeit der Positionierungshilfe am Phantom und der Bestimmung der Schicht-
dicken und des Auflösungsvermögens der Programme, wurden an insgesamt 98 Patienten zu-
sätzlich zu Panoramaschichtaufnahmen in 6 verschiedenen Indikationsbereichen 100 transver-
sale Schichtaufnahmen durchgeführt. Hierbei wurde die vom Untersucher neu entwickelte
Positionierungshilfe erfolgreich eingesetzt. Die Aufnahmen wurden durch den Untersucher
ausgewertet und nach deren diagnostischer und technischer Bildqualität beurteilt. Die Aus-
wertung der Patientenaufnahmen ergab, daß im Vergleich zu anderen Möglichkeiten der Kie-
ferquerschnittsdarstellung die Schichtdicken, vor allem im Seitenzahnbereich, noch zu groß
sind und das Auflösungsvermögen noch zu klein ist, um in allen Indikationsbereichen diagno-
stisch wertvolle oder ausreichende Ergebnisse zu erzielen. Allerdings konnten bereits mit den
aktuellen Möglichkeiten des Gerätes bei der Schichtung unterer und oberer retinierter Weis-
heitszähne sehr häufig wertvolle Informationen hinsichtlich der Lage der Zähne in der Trans-
versalebene als auch deren Beziehung zu anatomisch relevanten Strukturen gewonnen werden.
Auch bei der Planung und Kontrolle von Implantaten sowie bei der Beurteilung größerer
osteolytischer Prozesse, seien sie durch Zysten, Entzündungen oder tumoröses Geschehen
hervorgerufen, konnten die TSA zusätzliche Informationen zur PSA liefern. Die Fallzahlen in
den anderen untersuchten Indikationsbereichen erlaubten keine abschließende Wertung. Als
Schlußfolgerung läßt sich also festhalten, daß die neuen Programme zur Kieferquerschnitts-
darstellung, die auf der Panoramaschichttechnik beruhen, eine Bereicherung des röntgendia-
gnostischen Spektrums sind.