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Direkte und indirekte semantische Aktivierungseffekte, Denkstörungen und hemisphärische Lateralisierung bei Schizophrenen

Sabine-Fell

Dr.med. Direkte und indirekte semantische Aktivierungseffekte, Denkstörungen und hemisphärische Lateralisierung bei schizophrenen Patienten geboren am 16. Mai 1967 in Homburg/Saar Reifeprüfung am 3. 6. 1986 in Homburg/Saar Studiengang der Fakultät Medizin von SS 1988 bis SS 1995 Physik am 21. 3. 1990 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praxisjahr in Columbia/Missouri/USA und Ludwigsburg Staatsprüfung am 10. 5. 1995 an der Universität Heidelberg Promotion: Psychiatrie In dieser Arbeit wird die Verbreitung von Assoziationsaktivierungseffekten im mentalen Lexikon untersucht, wobei der Einfluss der Hemisphäresymphäre im Zusammenhang mit dem semantikalen Gedankennetz untersucht werden soll.

Das Netzwerkmodell geht von der Nachbarschaft von semantisch verwandten Wörtern innerhalb des

Wenn Sie ein Wort aktivieren, sollten Nachbarwörter mitaktiviert werden.

In einem Wortentscheidungsaufwand wird dem Zielwort (Target) ein sogenannter Prime vorgestellt und bei semantischer Verwandtschaft des Wortpaares eine Reaktionsbeschleunigung (Aktivierungseffekt) ausgelöst. Dieser Effekt wird als Priming-Effekt bezeichnet.

Im semantischen Netzwerk von Schizophrenern sollen durch spezifische Störungen deutliche Aktivierungseffekte für indirekt verwandte Stimuli auftreten, insbesondere bei Schizophren mit formalen Denkstörungen.

Wie in bisherigen Studien ohne Lateralisierung zu erwarten ist, zeigt die gesunde Kontrollgruppe auch in der lateralisierten Wortentscheidung deutlich direkte semantische Aktivierungseffekte. Indirekte semantische Aktivierungseffekte zeigen gesunden Versuchspersonen nur für die rechte Hemisphäre. Dies entspricht der Hypothese, dass entfernte sprachliche Bedeutungseinheiten eher in der rechten Hemisphäre aktiviert werden. Der indirekte semantische Aktivierungseffekt ist deutlich geringer als der direkte: Nach dem Netzwerkmodell fällt die Aktivierung weiter entfernte Begriffe schwächer aus als die direkt assoziierten Begriffe.

Die Reaktionszeiten der schizophrenen Patienten liegen aufgrund ihrer allgemeinen

Aufmerksamkeitsdefizit, der erwartet wird, höher als bei den Kontrollpersonen.

In der Patientengruppe sind die direkten Aktivierungseffekte stärker als die indirekten.

Die Qualitätssicherheit ihres assoziativen Netzwerks spricht.

Nur in der linken Hemisphäre zeigt die Patientengruppe deutliche direkte Priming-Effekte als die Kontrollgruppe, was eine Linke-Hemisphäre-Störung anzeigt.

Im Sinne der Arbeitshypothese zeigen Patienten mit formalen Denkstörungen

die wichtigsten direkten und indirekten Aktivierungseffekte,

In den beiden Hemisphären ergeben sich indirekte semantische Aktivierungseffekte.

Schizophrenen ist diese Erkrankung vermutlich

Die Ausbildung eines indirekten

Priming-Effekte in der linken Hemisphäre können daher als Indikator für formale Denkstörungen verwendet werden.

Wenn man die Ergebnisse ohne lateralisierte Aufteilung betrachtet und die Gruppenzusammenhängung berücksichtigt, zeigen nur formal gestörte Schizophrenen indirekte semantische Aktivierungseffekte. Dies ist ein weiterer Hinweis auf die Besonderheit dieser Patientengruppe.