Glucuronidierung von Ethanol beim Menschen - Experimente, Berechnungen und Rechtsmedizinische Anwendungen
Peter Drönner
Dr. sc. hum
Die Glucuronidierung des Ethanols beim Menschen - Experimente, Berechnungen und
Rechtsmedizinische Anwendungen
Geboren am 18. Mai 1967 in Mannheim
Reifeprüfung am 10.06.1986 in Mannheim
Studiengang des Fachbereichs Chemie WS 1987 bis SS 1994
Abschluss am 12.07.1990 an der Universität Heidelberg
Abschluss am 12.07.1994 an der Universität Heidelberg
Doktorat: Forensische Toxikologie
Doktor Vater: Prof. Dr. rer. nat. R.E. Aderjan
Ethylglucuronid (EtG), ein Nebenprodukt des Ethanolwechsels, wurde erstmals
Das Ziel der Arbeit war es, die Bedeutung dieses Stoffes für rechtsmedizinische Anwendungen zu prüfen. Dazu wurde eine Gaschromatographisch-Massenspektrometrische Methode zur Bestimmung von Körperflüssigkeiten und Haaren optimiert und validiert.
Nach Alkoholkonsum war EtG immer in Serum und Urin vorhanden. Endogenes EtG wurde in keinem Fall nachgewiesen. Das Nachweis war dopingabhängig bis zu 18 h in Blut und bis zu 35 h in Urin möglich. Durch Tests auf EtG kann eine Alkoholkarenz des Vortags überprüft werden, auch wenn weder Blut noch Urin Alkohol nachgewiesen werden kann. In Haaren war EtG bei orientierten Untersuchungen und auch nach regelmäßiger Alkoholkonsum nachweisbar.
Sehr hohe Serum-Ethylglucuronid-Konsen
Tration (
SEK
) wurden nur durch ex-
Zessive
Sie trinken
Es ist jedoch nicht möglich, dass die Einzeldosierung von Alkohol über 5 mg/L zu einer hohen alkoholischen Dosierung führt, die zu einer Blutalkoholkonzentration (BAK) über 1,6 führte, oder zu einer mehrstündigen Alkoholbelastung aus kleineren Einzeldosierungen. EtG zeigte keine gute Korre Lation für einen der üblichen Marker für mittelfristige bis langfristige Alkoholmissbrauch.
Chronische, mittelfristige und kurzfristige Alkoholmissbrauch können durch
kombinierte Prüfung auf Ethanol, EtG, Methanol und CDT unter
Die Anwendung des Modells auf vorgegebene Trinkdaten ermöglicht die Berechnung von Erwartungsbereichen für die SEK. Eine Bestimmung von EtG erwies sich als besonders nützlich für zeitkritische Fragen, wie z.B. die Überprüfung von Nachtrinkungen. So können sowohl die Dauer der Alkoholbelastung als auch die Zeit des Trinkens geschätzt werden, so dass EtG in geeigneten Fällen entscheidend zur Beurteilung beitragen kann.