scieee Science in your language
[de] (orig) [fr] [it] [es]
Karl Berger
Dr. med.
Untersuchungen über die Expression des Wachstumshormon (hGH)-Rezeptors an hu-
manen Leukämiezellen
Geboren am 17.01.1964 in Heidelberg
Reifeprüfung am 13.06.1983 in Schwetzingen
Studiengang der Fachrichtung Medizin vom SS 1985 bis WS 1992
Physikum am 25.08.1987 an der Universität Heidelberg
Klinisches Studium in Heidelberg
Praktisches Jahr in Heilbronn
Staatsexamen am 16.11.1994 an der Universität Heidelberg
Promotionsfach: Kinderheilkunde
Doktorvater: Prof. Dr. med. U. Heinrich
Ziel der vorliegenden Arbeit war es, zu untersuchen, welche humanen Leukämie-Zellinien den
hGH-Rezeptor exprimieren und von welchen Faktoren dies beeinflußt wird. Die Anwesenheit
von Wachstumshormonrezeptoren an der Zelloberfläche von menschlichen Leukämiezellinien
ist uneinheitlich. Die Zellinie IM-9 trägt dies Rezeptoren spontan in ihrer Zellmembran, die
Zellinie Jurkat erst nach Stimulation mit PHA. Bei anderen Zellinien lies sich im Rahmen
dieser Arbeit keine Rezeptor-Bindung von hGH nachweisen. Dies schließt jedoch nicht aus,
daß diese Zellen nicht die genetische Fähigkeit besitzen, diese Rezeptoren zu synthetisieren
und durch Modulation mit anderen hier nicht verwendeten Stoffen, zur Synthese angeregt
werden können. Die Bindung von hGH an seien Rezeptor ist abhängig von der Reaktionszeit
und von der Reaktionstemperatur. Die Bindung von hGH an seinen Rezeptor wird durch
andere Proteine im Reaktionsmedium, wie zum Beispiel Rinderserumalbumin, beeinflußt.
Die Bindung von hGH an seinen Rezeptor ist vom
Aktivitätszustand der Zellen abhängig. Dies läßt sich aus drei Ergebnissen folgern: Erstens
wird in der log. Wachstumsphase deutlich mehr Wachstumshormon gebunden. Zweitens
verliert die Zellinie IM-9 nach Monaten in Kultur die Fähigkeit, Wachstumshormon
spezifisch zu binden. Drittens exprimieren PHA-stimulierte Jurkat-Zellen im Gegensatz zu
unstimulierten Jurkat-Zellen den hGH-Rezeptor. Die Bindung von hGH an seinen Rezeptor
bzw. die hGH-Rezeptorexpression wird durch Glucocorticoide beeinflußt.