Hausarbeit Wundexperte ICW

1,948 Views - 1 Downloads

Preview

Hausarbeit Wundexperte ICW #0 Hausarbeit Wundexperte ICW #1 Hausarbeit Wundexperte ICW #2 Hausarbeit Wundexperte ICW #3

Excerpt

„Hausarbeit Wundexperte ICW“Basiskurs Wundexperte ICW/TÜVKurs: 2017Name: Yvonne SkramuskyAbgabetermin:Inhaltsverzeichnis1 Beschreibung der Hospitationsstelle……………………………………………….2 Fallbearbeitung………………………………………………………………………… 2.1 Vorinformationen………………………………………………………………….. 2.2 Therapieplan………………………………………………………………………. 2.2.1 Erläuterung des vorgefundenen Therapieplans…………………………… 2.2.2 Eigene Einschätzung/Alternativvorschläge………………………………… 2.2.3 Begleittherapie………………………………………………………………… 2.3 Ausblick……………………………………………………………………………..3 Evaluation……………………………………………………………………………….AnhangA Literaturverzeichnis…………………………………………………………….………B Abbildungsverzeichnis…………………………………………………………………C Wunddokumentation…………………………………………………………………..D Selbstständigkeitserklärung…………………………………………………………..122334456789101 Beschreibung der Hospitationsstelle2 FallbeschreibungIn den folgenden Abschnitten erfolgt eine Fallbearbeitung-diese beschreibt den Verlauf und die konkrete Versorgung einer chronischen Wunde.2.1 VorinformationenIn der Zeit in der der Autor eine Hospitation absolvierte, stellte sich Herr I. in der Wundambulanz am Uniklinikum in Dresden vor. Er war zuvor noch nicht in dieser Wundambulanz. Auf Grund einer fortschreitenden chronischen Wunde kam er auf Empfehlung eines ambulanten Pflegedienstes zur Sprechstunde.PatientenanamneseHerr I. ist am 37 Jahre jung er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist in Syrien geboren und wurde vor zwei Jahren in Deutschland migriert.Mit seiner Familie lebt er in der Nähe des Universitätsklinikums in einer Asylunterkunft. Auf Grund der in Syrien herrschenden Situation ist er mit seiner Familie nach Deutschland gekommen. Durch mehrere Kriegsverletzungen an Schulter und Rücken ist Herr I. Bauchabwärts Querschnittsgelähmt. Durch Unwissenheit und fehlender notwendiger Versorgung hatte Herr. I. einen für ihn zu kleinen Rollstuhl. Druckstellen an beiden Trochantern ließen sich nicht vermeiden. Durch das Fehlen eines Pflegebettes mit Aussitzhilfe und mit einer geeigneten Weichlagerungsmatratze zog sich Herr I. am Kreuzbein einen weiteren Dekubitus zu. Seit wann der Dekubitus besteht ist nicht bekannt.Herr I. erhielt einen größeren Rollstuhl wodurch eine Druckentlastung der Trochanter möglich war. Beide Dekubiti sind abgeheilt. Die Verständigung ist sehr schwierig, da er und auch seine Frau kaum Deutsch sprechen. Seine Dankbarkeit zeigt er durch Hände schütteln und lächeln.Auf Grund der Querschnittslähmung hat Herr I. einen suprapubischer Katheter. Es besteht eine Stuhlinkontinenz.WundbeurteilungDer Dekubitus am Kreuzbein ist 4,5 cm Breit und 2 cm Lang. Mittels einer Knopfkanüle wurde eine Tiefe von 0,8cm gemessen. Steißwärt ist eine Wundtasche vorhanden, welche 4cm ist. Der Wundgrund ist rot/rosa. Es ist mäßiger Fibrinbelag ersichtlich. Das Wundexsudat ist viel und hat eine gelb/grüne Farbe. Die Wunde ist übelriechend. Dies ergab den Verdacht, dass ein Pseudomonas (gelb/grünes Exsudat) und/oder das ein Coli Bakterium in der Wunde vorhanden ist (Geruch).Die Wunde befindet sich in der Granulationsphase. Der Wundrand ist mazeriert und Steißwärts erhaben. Die Wundumgebung ist ebenfalls mazeriert.Aus Verständigungsgründen ist eine Schmerbefragung auch mittels Bilderschmerzskala nicht möglich. Beide Trochanter wurde kontrolliert, welches eine Wundabheilung aufzeigten.2.2 TherapieplanIn diesem Abschnitt erfolgt eine detaillierte Therapiebeschreibung.2.2.1 Erläuterung des vorgefundenen TherapieplansAuf der stark exsudierenden Wunde wurde ein Hydrokolloid Verband vorgefunden. Das Hydrocoll Pflaster hatte eine Größe von etwa 15x15cm. Das Entfernen des Hydrocolls war schmerzfrei, da sich das Pflaster schon ganz von alleine löste.Vor dem Wunddebridement erfolgte, auf Grund des übelriechenden Geruches und des gelb/grünen Exsudates, ein Wundabstrich. Mittels eines Tupfers wurde der Abstrich aus dem Wundzentrum und der Wundtasche entnommen.Nach der Durchführung des Wundabstriches erfolgte ein mechanisches Debridement. Ein Die Reinigung der Wunde erfolgte mit einer von Octenisept befeuchteten sterilen ES-Kompresse. Das mechanische Debridement dient dazu, dass überschüssige Wundexsudat und Beläge aus der Wunde zu entfernen (vgl. Protz; Sellmer, 2015, S. 412).Es wurde vermehrt auf seine Mimik und Gestik geachtet bei der Wundreinigung, um mögliche Schmerzreize zu erkennen. Es erfolgte die Wundreinigung der Wunde und der Wundumgebung mit Octenisept. Auf Grund des pathologischen Geruchs und des pathologischen Exsudats wurde Octenisept gewählt, da das Wunddesinfektionsmittel ein breites antimikrobakterielles Spektrum besitzt. Die Wundtasche wurde mittels einer Knopfkanäle unter leichten Druck gespült. Da der Wundrand mazeriert ist, ist ein Wundrandschutz zu diesem Zeitpunkt nicht sehr sinnvoll.Bedingt durch das pathologische Exsudat und Geruch ist davon auszugehen, dass eine Keimbesiedelung in der Wunde stattfindet. Aus diesem Grund wurde zur Versorgung Aquacel AG Extra verwendet. Dies ist eine silberhaltige Auflage, welches elementares Silber oder Silberionen an die Wunde abgibt. Silber wirkt schon bei niedriger Konzentration für Bakterien tödlich (vgl. Protz; Sellmer, 2015, S. 435). Die Wunde wurde mit Aquacel AG Extra austamponiert mit Hilfe einer sterilen Pinzette. Es wurde drauf geachtet, dass die Wundtasche gut austamponiert wurde.Aquacel AG Extra passt sich dem Wundbett an. Das Exsudat und mögliche Bakterien werden sicher in die Wundauflage eingeschlossen und werden nicht mehr abgegeben. Es hilft dabei, die Wundumgebende Haut zu schützen und reduziert Mazerationen. Es kann dabei helfen, Wund- und Kreuzinfektionen während der Entfernung zu minimieren. Das Aquacel AG Extra hält das feuchte Milieu in der Wunde aufrecht. Die Tamponade wird bei Kontakt mit Wundexsudat zu Gel (vgl. ConvaTec, 2017a).Bedingt durch das viele Wundexsudat, wurde ein selbstklebender Schaumverband gewählt. Mepilex Border wurde in der Größe 10x10cm gewählt, um reichlich Wundexsudat aufnehmen zu können. Ist der Schaumverband in der Lage das gesamte Exsudat aufzunehmen, wird die Mazeration der Umgebungshaus und des Wundrandes allmählich zurückgehen.Mepilex Border ist ein hochabsorbierender Polyurethanschaumverband. Der integrierte Superabsorber verhindert ein auslaufen von Wundexsudat sowie eine Verhinderung einer Rücknässung des Verbandes. Der dünne und zuverlässige Haftrand sorgt für einen atraumatischen Verbandswechsel. Der Schutz der Umgebungshaut vor Läsionen und Mazeration ist dadurch gegeben (vgl. Mölnlycke, 2016a, S.14).Es ist ein täglicher Verbandswechsel vorgesehen, bedingt durch das hohe Exsudat und der möglichen vorhandenen Bakterien. Abb. 2.1 Mepilex Border (Mölnlycke, 2016b)Abb. 2.2 Aquacel AG Extra (ConvaTec, 2017b)2.2.2 Eigene Einschätzung/ AlternativvorschlägeDer Therapieplan ist für den Wundzustand, wie in Abschnitt 2.2.1 beschrieben, zur optimalen häuslichen Weiterversorgung sehr gut geeignet. Die vermittelten Maßnahmen, welche den Teilnehmern im Basisseminar Wundexperte ICW vermittelt wurde, stimmt mit dem vorgefundenen Therapieplan in der Wundambulanz Dresden überein. Der Therapie stimme ich voll und ganz zu. Es wäre eventuell zu überdenken, dass statt der Aquacel AG Extra Auflage eine Silber-Aktiv-Kohle Kompresse verwendet werden kann. Diese hat ebenfalls eine keimreduzierende Wirkung und ist zudem stark geruchshemmend. Diese Kompresse/Auflage ist gut tamponierfähig (vgl. Danzer, 2014, S. 96f.).2.2.3 BegleittherapieWeißt die Wundumgebung und der Wundrand keine Mazeration mehr auf, ist an den Wundrandschutz mit z.B. Cavilon zu denken. Dies schütz die Haut vor Exsudat und eine erneute Mazeration wird verhindert.Bedingt durch die Bestehende Querschnittslähmung ist es anzustreben, dass Herr I. Physiotherapie erhält. Jede Mikro- und Makrobewegung sind für ihn zum Vorteil.Das beibehalten des eigenständigen Transfers in den Rollstuhl soll durch die Physiotherapie angeregt werden. Zudem wurde dur